Kurz-Biographie
Mein musikalischer Werdegang
Mein Interesse für die Musik war schon als Kleinkind sehr groß. Bereits im Kindergarten sang ich Lieder und spielte Luftgitarre dazu oder tanzte bis zum Umfallen. Das ging so weit, dass man mich mehrfach am Tag ermahnen musste und mich in meiner musikalischen Auslebung bremsen musste, weil sonst keine Ruhe mehr einkehrte. Die Erzieher waren heilfroh wenn ich Mittags nach Hause ging (um dort weiter zu singen und zu tanzen).
Ab dem Alter von 8 Jahren erlernte ich das Klavierspiel bei einer Berufsmusikerin, was sich als gute Grundlage erwies, 10 Jahre später zusätzlich Gitarre zu erlernen, sowie in den darauffolgenden Jahren die Instrumente Schlagzeug und Bass. Außerdem beschäftigte ich mich zwischendurch mit Dudelsäcken, Saxophon, Geige, Orgel, Akkordeon, Mundharmonika, verschiedenen Percussions und diversen Saiteninstrumenten (Banjo, Sitar, Mandoline...).
Während der Realschulzeit und darüber hinaus spielte ich in der Schulband und daraus formierte sich auch meine erste Band, da wir so viel Spaß am gemeinsamen Musizieren hatten, dass wir privat fast täglich miteinander probten. Meine Aufgabe war es, anfangs Keyboard, später Gitarre zu spielen und zu singen. Unser Repertoire bestand aus selbstgeschriebenen und ein paar wenigen Cover-Songs, der Musikstil war relativ gemischt von Classic Rock bis Thrash Metal, aber auch mal was härter aufgezogenes Bluesiges. Nach langer Zeit und harter Arbeit hatten wir mehrere Auftritte absolviert, in Radiosendungen Live-Musik geboten und unser erstes Demo fertiggestellt. Dann, nach 6 Jahren gemeinsamem Musizieren, begann die Band leider zu "bröckeln": Unser Keyboarder musste beruflich für längere Zeit am Stück weiter weg und unser Schlagzeuger begann die Begeisterung an seinem Instrument zu verlieren und wollte lieber Kuschelrock-Sänger werden. Dennoch konnten wir zu dieser Zeit auf dem Hessentag unser Repertoire erfolgreich darbieten. Danach folgten ein paar wenige weitere Auftritte, bis unser zweiter Gitarrist, nach unserer erfolgreichen Teilnahme an einem Bandwettbewerb, wegen persönlicher Probleme aussteigen musste. Unser Schlagzeuger ergriff quasi die Gelegenheit und stieg auch aus, um sich seinem mehr schlechten als rechten Gesangsprojekt zu widmen (Heute spielt er wieder Schlagzeug). Mit dem verbliebenen Bassisten und dem mittlerweile zurückgekehrten Keyboarder versuchten wir nun die Band wieder aufleben zu lassen. Nach einigen Wochen Probespielen mit verschiedenen Bewerbern mussten wir jedoch feststellen, dass sich keine geeigneten Kandidaten finden ließen (Einen Schlagzeuger der erst mal einen Kasten Bier trinken muss um spielen zu können und dann noch völlig aus dem Takt gerät braucht nun wirklich keiner... um nur ein Beispiel der Katastrophe zu nennen). Dadurch trennten sich, zumindest musikalisch, unsere Wege.
Nach einem Jahr ohne Band ging es mir richtig mies, mir fehlte was in meinem Leben und diese Leere begann zur Qual zu werden, also suchte ich nach einer neuen Band, die ich auch relativ schnell fand. Musikalisch ging das in die Richtung Rammstein, Pantera, Soulfly. Nach kurzer Zeit begann dort jedoch auch das Chaos auszubrechen: Ein Schlagzeuger, der nicht mehr bereit war etwas dazuzulernen (neue Stücke); ein Bassist, der meinte er könne spielen wie ein Profi, weil er einen zwei Meter hohen Turm hinter sich stehen hat und ein Keyboarder, der immerhin immer da war, nur nicht geistig anwesend. Kurz: Ich stieg aus, denn noch so eine Katastrophe wollte ich nicht erleben! Die Band hat sich wenige Wochen später im Streit aufgelöst.
Während meiner Ausbildung zum Sozialassistenten wurde mir nach kurzer Einarbeitungszeit die musikalische Leitung einer Kinderhort-Gruppe angeboten. Meine Aufgaben bestanden dabei aus Vermittlung von Notensystemen und Tabulaturen, unterrichten mehrerer Instrumente und die Leitung einer "Hort-Band".
Da diese Tätigkeit viel Freude bereitete und auf gute Resonanz stieß, entschied ich mich auf privater Ebene Klavier, Gitarre und Keyboard zu unterrichten, während ich mein Abitur ablegte, um später ein musikalisches Studium anzustreben. Meiner Tätigkeit als Solo-Musiker (Solo-Projekt mit Akustik-Gitarre und Gesang mit den Stilrichtungen Rock, Country, Blues, Folk) ging ich, wenn auch leicht eingeschränkt, weiterhin nach.Wieder längere Zeit ohne Band und nach einigen Auftritten als Solo-Musiker stieß ich durch Zufall auf eine Anzeige von einem Schlagzeuger und einem Gitarristen - Sie suchten Verstärkung an der Gitarre für Ihre sonst gut ausgestattete Band. Also fuhr ich direkt dort hin. Auf anhieb stimmte die Chemie, menschlich und musikalisch (Metal, Hard Rock). Lange Zeit spielten wir zusammen, hatten Auftritte, nahmen ein paar Songs auf und die Stimmung war spätestens nach dem Auftritt im Lokalsender prächtig. Dann begann jedoch auch diese Band zu "bröckeln": Unser Schlagzeuger hatte sich entschieden eine Ausbildung zu machen, für die er so weit weg musste, dass er auch umziehen musste. Da wir bei ihm geprobt hatten und er quasi das tragende Glied der Band war, zerfiel das Ganze leider. Zumal wir alle weiter weg wohnten und die Entfernung zwischen uns nun noch größer war. Dieser Zeit und diesen Menschen trauere ich heute noch nach. Darüber hinweg konnte mich auch meine Tätigkeit als Solo-Musiker nicht wirklich trösten...
Nach mehreren Vorstellungen und kurzweiligem Verbleiben bei diversen Bands, die entweder musikalisch (Ich bin ja Flexibel und vielseitig, aber russischen Folklore möchte ich dann doch nicht) oder philosophisch unpassend (Ich nehme nun mal keine Drogen!) waren, spielte ich für längere Zeit bei einer dynamischen, jungen Band. Es lief alles prächtig, bis auf eines: Es fehlte ein zweiter Gitarrist um richtig auf den Putz zu hauen mit unserem Metal-Core. Nach langer Zeit und ein paar Auftritten hatte sich jedoch endlich einer gefunden. Dieser versuchte jedoch von Anfang an das Ruder an sich zu reißen und hätte gitarrentechnisch am liebsten selbst im Mittelpunkt gestanden. Nach einiger Zeit konnte er den Rest der Band davon überzeugen, dass dies besser sei und so wurde ich quasi über Nacht dazu gedrängt die Band zu verlassen - wofür ich letztlich dankbar sein muss, dazu an späterer Stelle mehr. Durch diverse Vorkommnisse, von denen ich nichts Konkretes weiß, ergab es sich am nächsten Tag, dass die Band vorhatte sich aufzulösen. Ein gemeinsames Projekt mit mir war jedoch trotzdem geplant, was sich hinterher aber als dreiste Lüge entpuppte, weil man mir wohl nicht die Wahrheit sagen wollte. Mittlerweile spielt diese Band nach ihrer Umgestaltung den typischen "Kiddie-Rock", zusammengesetzt aus Mainstream-Elementen, die man alle schon aus anderen Songs kennt. Jedem das Seine...
Enttäuscht und demotiviert begann ich zu glauben, dass der "Musikgott" sich gegen mich verschworen hatte, oder wollte er mir ein Zeichen geben?
Entmutigt, jedoch verbissen "kämpfte" ich in Sachen Musik gegen die Fronten aus Melancholie und Lustlosigkeit. Manchmal wollte ich aufhören Musik zu machen, spielte mehrere Wochen nicht, manchmal spielte ich und dachte mir "Du hast 10 gesunde Finger, benutze Sie!". Es war eine harte Zeit, bis ich eines Morgens wie Phönix aus der Asche stieg: "Ich konnte doch nicht nur Gitarre spielen, ich konnte doch auch mehr - Ich schnappe mir jetz mal das alte BR-8 und nehme einen Song auf!" - Das war das Ende, das Ende des Kampfes, und der Beginn einer neuen Zeit!
Ich startete quasi aus dem Nichts heraus die Songs meiner ersten Band aufzunehmen. Schon nach dem ersten Song begann ich wieder die Euphorie in und an der Musik zu empfinden, die ihr gebührt. Dies war die Geburtsstunde für meine Leidenschaft zur Studioarbeit und meines Studioprojektes! Mehr als eine durschnittliche Demo-Qualität ließ sich aus der alten Windows-Kiste und einem mehr oder weniger getarnten Sound-Interface jedoch nicht herausholen - es musste besseres Equipment her! Ich basteltete mir einen Studio-PC zusammen, besorgte mir ein richtiges Sound-Interface, hing Tag und Nacht vor eBay um günstige Effektgeräte zu ergattern und besorgte mir ein kleines Mischpult und Mikrophone. Damals war ich auf "mein Studio" sehr stolz, heute weiß ich, dass es nicht mehr war als eine etwas bessere Proberaum-Aufnahme-Anlage. Doch das, was ich in dieser Zeit gelernt habe möchte ich durch Nichts eintauschen. Es waren sehr schöne und ruhige Jahre. Was sich daraus entwickelte war Eifer, Begeisterung und Ehrgeiz. "Wer brauch noch andere Musiker jetzt? Ich kann sogar anderen meine Songs zeigen", dachte ich und war lange sehr zufrieden. Nach und nach nahm ich meine alten und neuen Ideen auf, unterrichtete weiterhin meine Schüler, während ich nebenher wieder mein Solo-Projekt mit Gitarre und Gesang ins Leben zurückrief.Während dem Studium der Musikwissenschaft lief der Prozess sehr schleppend. Ich machte mir plötzlich Gedanken um Dinge in der Musik, von denen ich vorher noch nie gehört hatte und war quasi gezwungen beim Spielen alles automatisch nebenher zu theorisieren. Das ging so weit, dass ich vor einer eigentlich geplanten Aufnahme Stunden, manchmal Tage, damit verbrachte alles in der Theorie auseinanderzunehmen und zu bewerten: Ich war ein kritischer Theoretiker geworden, der an allem etwas auszusetzen hat, was ich nie sein wollte, denn Musik muss man meiner Meinung nach fühlen, mit allen Sinnen. - Was kümmert es mich groß welche Skalen und Verschiebungen in einem Song sind? Natürlich sollte man das wissen wenn man sich etwas mehr mit der Materie befassen möchte, aber Vorrang hat doch immer das Gefühl, wie es letztlich klingt und wie man es rüberbringt. - Dies hatte ein Ende, als ich anfing mein Repertoire für mein Solo-Projekt zu erweitern und mich weniger mit "alten Partitur-Geschichten" aus Lehrbüchern zu befassen.
Im Laufe des zermürbenden, für mich als praktisch veranlagter Mensch staubtrockenen, Studiums hatte ich plötzlich die Möglichkeit zur "SAE (in Kooperation mit der Middlesex University Oxford)" zu wechseln, um dort mein Studium zu erweitern bzw. zu spezifizieren, da sich mittlerweile immer größeres Interesse im Fachbereich der Ton- und Studiotechnik und der Aufgaben als Studiomusiker bemerkbar machte. Außerdem bin ich mittlerweile Studierender bei den HOFA-Studios. Im Zuge dessen begann ich wieder sehr aktiv meine eigenen Songs in meinem mittlerweile gut ausgestatteten Projektstudio aufzunehmen und so auch mein musikalisches Wissen und Können zu erweitern.
Neben der Tätigkeit im Studio, als Musiker und Student unterrichte(te) ich bis heute im Laufe der Jahre mehrere Schüler verschiedener Altersgruppen in (Musik-)Schulen und bei Herimusic, da ich Freude daran empfinde andere Menschen an meinem Wissen und Können teilhaben zu lassen und sie auf ihrem musikalischen Werdegang zu begleiten und ihnen jederzeit telefonisch, im Internet oder persönlich zur Seite zu stehen. Diese Erfahrung und Einstellung hat mir bei meinem Zertifikat als Dozent für Musiklehrer sehr weitergeholfen.
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- Kategorie: Heri
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- Geschrieben von Heri
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